Bei schönstem Frühlingswetter in der Barockstadt Würzburg

Zugegeben, wir waren bei unserem dreitägigen Jahresausflug 2016 nicht wirklich allein unterwegs. Ein Brückentag lockte viele Besucher in die ehemalige Residenzstadt der Würzburger Fürstbischöfe. Doch der Ausflug war für uns Mitglieder des Photoclubs Reutlingen ein kultureller Höhepunkt, bei dem uns auch unsere Partner begleiteten.

Schon der Rundgang durch die malerische Altstadt bot uns Fotografen eine Fülle von Motiven: Historische Kirchen, Kapellen und Bürgerhäuser, malerische Gassen mit einem internationalen Publikum. Die betagte Ludwigsbrücke über den Main war voller Leben. Vor einer Eisbude und einem Weinausschank stand man Schlange. Die Fußgängerbrücke belagerte ein quicklebendiges Völkchen, darunter viele Studenten, bewaffnet mit Weingläsern. Schließlich ist Würzburg bekannt für seinen köstlichen Bocksbeutel-Wein.

Richtig schmerzhaft war für uns der Besuch in der ehemaligen Residenz der Fürstbischöfe, ein UNESCO-Weltkulturerbe aus dem 18. Jahrhundert, denn dort besteht leider ein absolutes Fotografierverbot. Und es gab doch so viel zu bewundern. Dennoch, das großzügig geplante stützenfreie Treppengewölbe (Architekt Balthasar Neumann)  mit seinem riesigen 18 x 30 m messenden Deckenfresko (des Venezianers Giovanni Battista Tiepolo) beeindruckte uns sehr. Nicht minder imposant waren auch die anschließenden goldbestückten Empfangsräume, bis hin zum Spiegelkabinett. Die Stadt, die Burg und auch die Residenz wurde uns liebevoll, fachkundig und unterhaltsam durch unsere reizende Stadtführerin Ina Volmer erklärt (…gekleidet in fotografisch wirksamen Rot!).

Am Tag darauf ging es per Schiff, vorbei an gepflegten Weinbergen, zum Schloss Veitshöchheim.  Es diente den Fürstbischöfen als Jagdstützpunkt  und später als Sommerschloss. Das Gebäude ist von einem Zier- und Lustgarten umgeben, besitzt einen See mit Wasserspielen und beherbergt 200 uralte, wettergezeichnete Steinskulpturen. Er ist einer der sehenswertesten Rokokogärten Deutschlands.

Am letzten Tag ging es hinauf zur Festung Marienberg, ebenfalls ein Wohnsitz der  Fürstbischöfe, die über die Jahrhunderte mehrfach durch  mächtige Bastionen erweitert wurde. Der Blick hinunter auf Würzburg, mit seinen ca. 50 Kirchen und Kapellen, bescherte uns weitere schöne Fotomotive.

Unsere Heimfahrt unterbrachen wir in Neckarsulm. Dort besichtigten wir noch das NSU-Zweiradmuseum. Die Männerherzen schlugen höher.

Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass solch ein schöner Ausflug das Zusammengehörigkeitsgefühl der Clubmitglieder herrlich festigt. Bei den Abendessen wurde herzhaft gelacht. Der Bocksbeutel-Wein löste die Zungen und man gab so manches Persönliche preis.

Ein herzliches Dankeschön an Peter Schneckenburger, der mit seiner Frau Christine den kompletten Ausflug hervorragend vorbereitet hatte.

Fotos: Helmar Bischoff